Ein Redaktionsplan ist goldwert
Eine neue Woche beginnt und der Praxiskalender ist gut gefüllt. Als Social-Media-Verantwortliche in der Zahnarztpraxis haben Sie also genug Futter für neue Beiträge in Aussicht. Sollten Sie jetzt nicht eigentlich Luftsprünge machen!? Theoretisch ja. Die Realität ist jedoch, dass die Behandlungen dann doch meist anders verlaufen: Aus einer Wurzelkanalbehandlung wird eine Präp, der Patient möchte nicht auf Instagram gezeigt werden und im Zeitverzug sind Sie auch noch.
Social Media fällt oft hintenrunter und Mitte der Woche ist immer noch kein neuer Post online. Das Szenario zeigt sich in vielen Arztpraxen, die keine feste Social-Media-Routine in der Zahnarztpraxis pflegen. Ich gebe Ihnen nachfolgend ein paar Impulse aus meinem Alltag als Social-Media-Managerin.

Inhaltsverzeichnis:
- Warum Social Media im Praxisalltag oft scheitert
- 3 Bausteine für eine erfolgreiche Social-Media-Routine
- Kennzahlen für die Social-Media-Auswertung
Warum Social Media im Praxisalltag oft scheitert
Die Kanalbetreuung auf Instagram und Facebook nimmt etwas Zeit in Anspruch, wenn Sie für Ihren Chef ein Ziel mit Social Media verfolgen. Im Praxisalltag geht das Thema Social-Media-Marketing ohne feste Routine jedoch leich unter. Sie kennen es bestimmt: “Ich erledige das später zwischen den zwei Patienten mit meiner Kollegin.” und dann kam der Patientenanruf dazwischen. Die Liste, warum Social Media bei einigen Zahnarztpraxen scheitert lässt sich noch erweitern.
Typische Ursachen sind:
- Kein festes Zeitkontingent vom Chef genehmigt
- Keine klare Zielsetzung für Instagram vereinbart
- Motivationstief, da Social Media Wachstum – je nach Geldinvest – Monate braucht
Lassen Sie sich nicht entmutigen und entwicklen Sie von Anfang an eine Social-Media-Routine.
Die 3 Bausteine einer funktionierenden Social-Media-Routine

Feste Zeitfenster für Social-Media-Posts statt Dauerstress
Social Media muss nicht zeitaufwendig sein. Diese Erfahrung sammelte ich, als ich mir zwei Zweitfenster im Kalender blockte. Einen für das Themenbrainstorming (Dauer ca. 30 Minuten) und einen für die Beitragserstellung inkl. Vorplanung (Dauer ca. 2 Stunden). Anstatt sich mit Perfektion rumzuschlagen, kam es mir auf das Handeln an. Nicht jeder Post muss viral gehen, um neue Patienten anzusprechen oder ein neues Teammitglied zu finden. Regelmäßigkeit ist viel wichtiger als der perfekte Instagram Beitrag – das unterschätzen einige Zahnmediziner.
Wiederkehrende Beitragsformaten sparen viel Zeit
Wenn es um die Zielsetzung Ihres Social-Media-Marketings geht, lohnt sich die Kreation von 2-3 Themenreihen, die sich regelmäßig wiederholen. Es hat mir so viel Stress und Zeit gespart, als ich in meinen Grafiktool mehrere Designvorlagen entworfen habe und diese für jeden Beitrag nur leicht anpassen musste.
Zum Start eignen sich beispielsweise diese Beitragsformate:
- Team-Einblicke
- Behandlungsalltag
- FAQ-Posts zu Fokusbehandlungen aus Ihrer Zahnarztpraxis
Ein weiterer Vorteil von diesem Vorgehen: Sie müssen das Rad nicht immer neu erfinden und können eher konsequent neue Beiträge in sozialen Netzwerken veröffentlichen.
Social Media ohne Auswertung ist Zeitverschwendung
Um zu wissen, was Ihrer Instagram Community gefällt, sind regelmäßige Beitragsanalysen pflicht. Meta (Mutterkonzern von Instagram) bietet Content Creatoren dafür extra Analysemöglichkeiten innerhalb der App. Sie können darauf kostenfrei in der Desktop- oder Handy-Version darauf zugreifen.
Denn wer denkt, Reichweite ist das klare Erfolgsziel, der irrt!

Welche Kennzahlen für Zahnärzte wirklich zählen
Für eine Social-Media-Verantwortliche in einer Zahnarztpraxis gehört die monatliche Auswertung der Beitragsperfomance zur Social-Media-Routine. Ihr kann also direkt ein fester Platz im Terminkalender gegeben werden. Auf welche Kennzahlen (KPIs) sollten Sie nun achten?
- Erreichte Konten: In den Instagram Insights zum Beispiel, ist klar erkennbar, wie viele Nutzer Ihr Beitrag erreicht hat. Diese Kennzahl ist der entscheidende Wert im Vergleich zu Beitragsimpressionen, die insgesamt die Zahl der Ausspielung des Postings bedeuten.
- Beitragsreaktionen: Likes, Shares, Speicherungen und Reposts fallen in die Kategorie Interaktion. Da Instagram immer mehr auf die Interaktion mit Followern per DM wertlegt, nehme ich die Zahl der Privatnachrichten auch noch in die Auswertung dazu.
- Klicks auf Kontaktbutton: In den Profil Insights wird die Anzahl der Klicks auf weiterführende Links angezeigt. Das heißt, wenn jemand auf den Kontaktbutton in der Instagram Button klickt oder auf den Webseitenlink Ihrer Zahnarztpraxis, zählt dies zu dieser Kennzahl
- Followerzahl: Viele Accountbetreiber fokussieren eine Followerzahl von mehreren 1000 Accounts. Da diese Kennzahl aber nichts über den Erfolg einer Instagram Seite etc. aussagt, sehe ich diese Kennzahl nicht als sehr wichtig an! Es kann nämlich sein, dass der Großteil der Followerschaft überhaupt nicht mit Ihren Inhalten interagiert und damit insgesamt die Interaktionsrate Ihres Accounts negativ beeinflusst.
Instagram-Guide für ZFAs: Entspannt starten mit Social Media
Jetzt sind Sie gut vorbereitet, um den Praxisaccount Ihres Chefs erfolgreich zu gestalten. Vielleicht stehen Sie gerade erst am Anfang mit dem Praxisaccount auf Instagram und wollen alles richtig angehen. Dafür habe ich eine extra Schritt-für-Anleitung entworfen, die Ihnen einige Zeit und Nerven bei der professionellen Social-Media-Betreuung erspart.
Der Instagram-Guide ist für ZFAs gedacht, die Social Media im Praxisalltag professionell, aber einfach umsetzen wollen.